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Ohrfeigen – ein heikles Thema

Ich habe vergangene Woche eine Umfrage auf Twitter erstellt. Thema: Ohrfeigen im BDSM-Kontext. Bekommen und geben, ja/nein und um Replies gebeten. Es war ein bemerkenswert hohe Teilnehmerzahl, was mich sehr gefreut hat. Nichts desto trotz gab es in den Antworten, um die ich sehr dankbar bin, natürlich die verschiedensten Ansichten. Von „absolutes No go“ bis „Ich bekomme gerne“, „ich gebe gerne“, über „ich weiß nicht recht“ und so weiter. Ich für meinen Teil akzeptiere natürlich alle Meinungen dazu, egal wie ich persönlich zu diesem Thema stehe.

Doch wie ist eine oder mehrere Ohrfeigen psychologisch zu verstehen? Zunächst einleitend etwas interessantes aus der Welt des Films:

Der Gangster Archie erklärt es seinen Jungs in Guy Ritchies Gangsterfilm RocknRolla am besten: „Wenn du so eine Ohrfeige beherrschst, werden sich deine Kunden nicht mehr zurückhalten wollen“, wobei er mit „Kunden“ eher „Opfer“ meint. „Sie werden sprudeln wie eine Quelle voll der Worte. Es bedarf keiner großen Gewalt, nein, nein. Sie glauben sich in ihre Kindheit zurückversetzt.

Kurz gesagt: Man macht die anderen klein und sich selbst groß. (Quelle: Die Zeit online)

Das ist natürlich schon ein Aspekt zur Erklärung. ich kann mich erinnern, dass auch ich -wie viele andere auch – als Kind die eine oder andere Ohrfeige erhalten habe, natürlich von den Eltern oder auch vom Opa. Ich, ziemlich klein und der Schlagende sowieso schon von großer Statur. Also von oben nach unten. Da war das Machtgefälle ohnehin schon vorhanden und wurde durch die Schelle eben noch verstärkt, die Respekt- oder Strafschelle.

Zur Geschichte der Ohrfeige:

Wangenstreich, Backpfeife, Watschn, Maulschelle, Oahrklatsch, Fotzn: Der Volksmund hat sich viele Synonyme einfallen lassen für jenen Akt der öffentlichen Ehrabschneidung, Das Wort „Ohrfeige“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen, die „-feige“ leitet sich entweder vom „fegen“ oder tatsächlich von der Frucht gleichen Namens ab: als Synonym für eine Schwellung. Noch im heutigen Sprachgebrauch gilt die Ohrfeige als Inbegriff der Demütigung: Wer auch immer hierzulande schwere Fußballniederlagen kassiert, mit Büchern oder Filmen scheitert, Wahlen verliert, gegen seinen Willen aus öffentlichen Ämtern ausscheiden oder Insolvenz anmelden muss, dem wird schnell bescheinigt, er habe eine Ohrfeige kassiert, in der Regel eine schallende. Die Metapher wurzelt tief in der Geschichte des bürgerlichen Duells und seiner im Lauf des 18. und 19. Jahrhunderts immer feiner ausgearbeiteten Regeln. Die Ohrfeige, gern ausgeführt mit dem ins Gesicht geschlagenen Fehdehandschuh, war die unausweichlichste aller Aufforderungen, sich bewaffnet dem Gegner zu stellen. Wer eine solche Kränkung der eigenen Ehre ungesühnt akzeptierte, schloss sich selbst aus dem Kreis ehrbarer Menschen aus. „Wenn ein Gegner sich nicht duellbereit zeigte oder die Satisfaktionsfähigkeit bestritt“, schreibt der Historiker Winfried Speitkamp in seinem Buch „Ohrfeige, Duell und Ehrenmord“ (Reclam, 24,95 Euro), „reichten ein paar Ohrfeigen aus, um das Erwünschte zu erzielen. Denn die Ohrfeige galt als tiefste Demütigung. Sie traf das Gesicht, ließ den Gegner für einen Moment schutz- und ehrlos, stellte ihn vor der Öffentlichkeit bloß. Ob die Ohrfeige im Vorfeld eines Duells aus emotionaler Erregung oder aus kaltem Kalkül verabreicht war, spielte keine Rolle. Beides war möglich und führte zum selben Resultat.“ (Quelle: Welt online)

Hier geht es um einen weiteren Aspekt: Ehre und Ehrverletzung, sowie deren „Wiedergutmachung“. Gut, heute zieht man vor Gericht und dort sollte Wiedergutmachung beurteilt werden. Dass das höchst unterschiedlich teuer werden kann zeigt die Strafe z, B. von Dirk Nowitzki, als er 2008 eine Summe von  164 344 US Dollar zahlen musste, als er seinen Kontrahenten Matt Harping eine geknallt hat. Ehre ist also nicht gleich Ehre und wird unterschiedlich bewertet. Nun denn.

Jetzt noch etwas interessantes aus der Geschichte der Psychologen, Lehrer usw.

Kinder waren nicht nur Zöglinge, sondern auch Züchtlinge. Auf den guten Ruf des Schweizer Reformpädagogen Johann Heinrich Pestalozzi legt sich ein Schatten, wenn man seine Ausführungen zu Ohrfeigen liest: „Keine meiner Strafen“, schrieb er, „erregte Starrsinn; ach sie freuten sich, wenn ich ihnen einen Augenblick darauf die Hand bot, und sie wieder küsste. Wonnevoll zeigten sie mir, dass sie zufrieden und über meine Ohrfeigen froh waren.“ Wie unversehens hier eine Handgreiflichkeit in den Ausdruck geradezu liebevoller Zuwendung umgedeutet wurde, das berührt heute noch eigentümlich.

Noch seltsamer berührt, wie lange die körperliche Bestrafung als pädagogisch legitimes Mittel salonfähig blieb. Eine kleine Ohrfeige zur rechten Zeit, so dachte man, das könne schon hilfreich sein – lehrte nicht der Volksmund auch: „Kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen“? So gehörte sie auch in jedem Klassenzimmer zu den erzieherischen Instrumenten – wie etwa Erich Kästner leidvoll erfahren musste. Dessen Lehrer Lehmann „gab uns Ohrfeigen“, schreibt Kästner, „dass die Backen schwollen.“ Und das war beileibe noch nicht alles. „Wer an der Wandtafel nicht weiter wusste“, schrieb Kästner, „dem schlug er auf die Waden und Kniekehlen, und wer sich dann umdrehte, war noch übler dran. Manchmal spaltete sich der Rohrstock der Länge nach. Manchmal zersprang er in der Quere. Die Stücke pfiffen durch die Luft und um unsere Köpfe. Dann setzte es bis zur Pause Backpfeifen.“

Kästner war Jahrgang 1899, doch geprügelt wurde auch später noch. So rechtfertigte die Kinderpsychologin Waltraut Kunkel noch zu Beginn der 60er-Jahre die Ohrfeige als „unmittelbaren Affektausbruch“, mit dessen Hilfe das Kind „aufgrund seiner Verbundenheit mit der Mutter einen Gefühlskontakt“ erlebe, der ihm helfe, „die Ohrfeige, sofern sie sachlich begründet ist, als richtig zu empfinden“. Eine Haltung, die heute gottlob überhaupt nicht mehr gesellschaftsfähig ist.
(Quelle: Welt online)
Gott sei Dank ist das Thema offiziell beendet. Man darf trotzdem nie vergessen, dass auch heute noch Kinder, Frauen und (ja, das gibt es auch!!!) Männer hinter verschlossener Tür nicht nur geohrfeigt werden!!! Und es gibt immer noch Länder auf diesem Planeten, da ist das Schlagen immer noch erlaubt und erwünscht.
Nach dieser kleinen Exkursion wenden wir uns dem Thema Ohrfeigen und BDSM zu.
Macht, Devotion, Sadismus, Masochismus, Dominierung, Unterwerfung, Stolz, Wut, Lustschmerz, Hingabe, Dopamin, Adrenalin, Noadrenalin, Situationen u.v.m, sind Begriffe, die dem geneigten BDSM-ler sicher geläufig sind und gerade bei dem Thema Ohrfeigen eine  große Rolle spielen. Ohrfeigen im Eifer des Gefechtes können ihren Reiz haben, nicht jeder aber kann diese akzeptieren und zählen sie zu den Tabu´s, die ohnehin eingehalten werden müssen. Wir sprechen ja über Consensual. Es kann verschiedene Gründe geben warum ein Part Ohrfeigen ablehnt, sei es aus Angst vor der Wirkung, die sie entfalten könnten, oder aus sehr intensiv schlechten Erfahrungen in der Kinder- oder Jugendzeit, aus Sorge den jeweilig anderen zu verletzen oder eben aus anderen traumatischen Lebensereignissen. Es gibt so vielerlei Gründe.
Und dann gibt es auf der „Bottomseite“ diejenigen, die richtig darauf stehen. Das Machtgefälle spüren wollen, trotzdem stolz bleiben zu können, es aushalten wollen und das Gesicht weiter hin halten.  Damit sei nicht gesagt, dass es nicht auch zu Tränen kommen kann. Da ist selbstverständlich Aftercare inbesonders gefragt und geboten, sowie auch das Gespräch. Denn eine Ehrverletzung im psychologischen Sinne ist es allemal. Das steckt im Menschen drin. Und genau dieses beschämende Gefühl ist es vielleicht, das die einen kickt und die anderen eher davor zurückschrecken, aus einem Selbstschutz heraus, um das Gesicht nicht zu verlieren.
Bei einigen ist bekannt, dass sie sich im Subspace wiederfanden, bei anderen gab es einen Zusammenbruch. Die Menschen sind so verschieden, wie es Facetten der Farben gibt. Masochistisch sollte man ohnehin veranlagt sein um den Schmerz in Lustschmerz umwandeln zu können. Zumindest wäre das von Vorteil. Die Variante Ohrfeigen als Strafe gibt es natürlich auch, ist dann aber vom Lustschmerz wahrscheinlich etwas entfernt. Egal jedoch, welcher Art die Ohrfeigen empfangen werden, lösen sie einen Botenstoffschwall aus, der die jeweiligen Rezeptoren bedient und entscheiden lässt wie man darauf reagiert. Das ist allerdings ein biochemischer Prozess, den eher Neurologen erklären können.
Auf der „Topseite“ sei erwähnt, dass beim Ohrfeigen geben mit allergrößten Vorsicht vorgegangen werden muss. Jeder, der das praktiziert wird mir hier wohl kaum widersprechen wollen. Gerade bei Neulingen sei erwähnt, dass Ringe an den Fingern schwere Verletzungen hervorrufen können. Ebenso bedarf es vorher einiges an Übung und zwar nicht am lebenden Objekt!!! (Stichwort Ohren!!!) Einfühlungsvermögen und gute Beobachtungsgabe ist hier gefragt. Wer Bottom nicht beobachtet (gilt natürlich nicht nur für Ohrfeigen) und sein Verhalten, Mimik, Körpersprache nicht zu deuten weiß, sollte sich ohnehin vielleicht erst einmal damit befassen, bevor es an das sehr sensible Thema Ohrfeigen geht. Denn auch hier gilt, dass es einige Sub´s/Bottom´s gibt, die sich um ihres DOM´s/Top´s Willen, mehr zutrauen, als sie vertragen können. Manchmal ist weniger eben mehr.
Nun, wie stehe ich zu der ganzen Sache? Der aufmerksame Leser weiß, dass ich Switcher bin und insofern habe ich mich dem Thema Ohrfeigen schon früher gewidmet, sozusagen. Ich stand mit nacktem Oberkörper an einer Wand, die Hände wurden auf dem Rücken fixiert. Mein Gegenüber war ein Mann. Ich muss gestehen, er war sehr dominant und ich ein wenig eingeschüchtert. Er fasste mein Gesicht mit der einen Hand, fixierte es und strich mit der anderen Hand über die Wangen und fing mit sehr leichten Schlägen an. Dabei sprach er die ganze Zeit mit mir. Mal dirty, mal sanft, lobte mich. Die Schläge wurden fester, sein Griff wanderte in meinen Schritt, ich hielt still. Irgendwann sollte ich mich hinknien und es ging weiter. ich blickte nach oben, er herab und fuhr fort. ich fühlte Wut, riss an meinen Fesseln und Tränen standen in meinen Augen. Wuttränen. Ich blitzte ihn an. Aber noch war das Safewort nicht gesprochen. Er fuhr fort, mal mehr ein Streicheln, dann wieder forsch. Es machte mich an. Vor allem da er mich auch an anderen Körperstellen triggerte. Meine Wangen glühten und er hörte nach einem Zeichen von mir auf. Mir hat an der ganzen Sache gefallen, dass er die ganze Zeit gesprochen hat und mir ins Gesicht schaute und ich seinem Blick standhielt. Danach flossen mir die Tränen aus dem Gesicht, diesmal keine Wuttränen, ich kann es nicht beschreiben… Erleichterung? Trosttränen? Biochemie? Zumindest war es eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte und für die ich dankbar bin.
Manch einer könnte jetzt denken, der weiß wovon er redet, der ist bestimmt gut im Ohrfeigen geben. Weit gefehlt. Erstens habe ich null Erfahrung darin und zweitens ist jeder Bottom/Sub so verschieden im Wesen, im Aushalten, im Nehmen, in Allem eigentlich, dass man nie von Gewohnheit sprechen könnte, zumindest was mich angeht.
Das ist das was mir zu diesem Thema eingefallen ist.
Wenn Ihr es gern gelesen habt, teilt diesen Beitrag doch in Eurer BDSM-Bubble auf Twitter. Ich würde mich sehr freuen!
Foto von Vusal Ibadzade

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Bondage

Bondage

Bondage

Das Gefühl welches mich überkommt, wenn ich für eine Session mit einem oder mehreren Seilen gefesselt werde, lässt mich erschauern, Gänsehaut pur. Das Gefühl, wenn sich eine Schlaufe nach der anderen um meine Knöchel, Beine, Waden, Schenkel bis zum Oberkörper fest schnürt ist ein Gefühl des "Haltens". Oberarme und Hände fixiert und fertig. Doch damit nicht genug. Ich brauche auch das Gefühl des sich "Nichtbefreienkönnens" dazu. Ich will mich in diesem Halt winden können und die Seile überall auf meinem Körper spüren können. Dabei muss es gar nicht so kunstvoll geschnürt sein, dass man da eine Fotoshooting Serie von machen könnte, nein es reicht völlig aus zweckmäßig zu sein. Ich glaube ohnehin, dass jemand, der sich freiwillig fesseln lässt gar nicht das Bedürfnis hat sich selbst befreien zu können, da er/sie ja meist auch das Gefühl des "Ausgeliefertseins" braucht, das Gefühl der vorübergehenden Hilflosigkeit.  Ich denke es gibt nichts Langweiligeres als ein Bondage, welches keines ist. Verbundene Augen verstärken das Gefühl ungemein.

Und da ich bekennender Masochist bin, darf man mich auch ein wenig quälen, in welcher Form auch immer. Kitzeln, schlagen, (wobei ich das Schlagen mit der Faust ablehne und hier auch nicht meine), Knebeln, auch als Fußsklave fungiere ich gerne. Die Ropemarks, welche hoffentlich zurückbleiben, sehen nicht nur toll aus, sie fühlen sich "richtig" an.

Manchmal hat Top aber auch andere Vorstellungen, was mit mir geschehen soll. Da findet man sich auf einmal nackt auf einem Tisch gefesselt wieder und erlebt eine Tease and Denial Session vom Allerfeinsten oder, was manchmal ziemlich unangenehm sein kann, eine Spanking Orgie, in welcher Form und Härte auch immer. Dann wird eben auch zweckmäßig gefesselt mit anderen Werkzeugen. Ob Handschellen, Ketten, Seile, Gürtel - genommen wird alles was gerade zweckmäßig und praktisch ist. Dabei darf es auch mal rau zugehen.

Nur eines darf nicht passieren. Es darf nicht außer Kontrolle geraten. Top ist da sehr gefragt. Seine Erfahrung und Übung macht das Ganze aus. Wer sich mit Bondage beschäftigen möchte, sollte sich informieren. Leute fragen, das Internet erklärt sehr viel - jedoch nicht alles, man kann Workshops besuchen oder sich mal auf eine Erotikmesse begeben und sich die Ganze Sache mal anschauen. Auch dort sind interessierte Fragesteller gerne gesehen und werden auch beraten.

In diesem Sinne, habt den Tag recht fein

Freric

 

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BDSM –  als Sub

BDSM – als Sub

Ich lasse es einfach geschehen. Ich lasse mich darauf ein. Ich gebe Verantwortung ab und lasse mich fallen. Vertrauen ist vorhanden. Du wirst nichts mit mir machen, was Grenzen überschreiten wird. Das weiß ich und dessen bin ich mir sicher.
Du sitzt in lässiger Pose in dem Ohrensessel und rufst nach mir. Ich betrete den Raum, zur Erde blickend, die Hände hinter dem Rücken. Du musterst mich, ich kann Deine Blicke spüren.

„Stell Dich in die Ecke! Zieh die Schuhe und Socken aus und lege alles auf den Stuhl dort. Die Schuhe darunter und geh wieder in die Ecke!“

Ich gehorche und versuche Dir nicht in die Augen zu sehen. Du nimmst einen Schluck Rotwein und beobachtest jeden meiner Bewegungen. Ic dagegen erhasche einen Blick auf Deinen Körper, den Du auch gar nicht zu verstecken versuchst. Du läßt mich eine Weile stehen und befiehlst mir meinen Oberkörper frei zu machen und die Sachen ordentlich auf den Stuhl zu legen. Danach soll ich allen Schmuck ablegen. Den Ohring, die Ringe an den Fingern, die Uhr und die Königskette mit dem Peitschenrad aus Silber soll ich in die Schale neben dem Stuhl legen.

„Ab in die Ecke! Mit dem Rücken zu mir und auf den Zehen stehen, die Hände in den Nacken.!“
Allein der Ton läßt mir einen wohligen Schauer über den Körper wandern. Mein Schwanz schwillt an, ja es macht mich an und heiß. Ich spüre Deinen Blick, auch wenn ich Dich nicht sehe. Da ich nur reden darf wenn Du es mir erlaubst entfällt das „Ja, Herrin, nein Herrin“. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die Waden schmerzen und ich werde langsam wacklig auf den Zehen, darf ich zu Dir an den Sessel und Tisch kommen und ein Glas Wasser trinken. Mit einem Mal stehst Du neben mir mit einer Augenbinde in der Hand. Die andere Hand greift kräftig in meinen Nacken und bedeutet mir mich hinzuknien. So fest, dass ich gar nicht anders kann als Folge zu leisten. Du verbindest mir die Augen und flüsterst mir ins Ohr:“Heute gehörst Du mir! Wir haben alle Zeit der Welt und wenn ich fertig mit Dir bin will ich nur noch eines hören: Mehr!“ Mit diesen Worten nimmst Du die Nippelklemmen und setzt sie an. Es ist auszuhalten. Doch die Schrauben ziehst Du immer fester an, bis ich rot werde und zischend atme. Dann öffnest Du sie gerade so wenig dass sie noch fest sitzen und schlägst darauf, was meine Nippel noch mehr reizt. Du ziehst an ihnen, spielst mit den Klammern und ich fange an zu jammern. Ich weiß, dass es keinen Sinn macht, um Gnade zu betteln, also lasse ich es. Wenn ich es täte, würdest Du mir sofort den Mund stopfen.
Wieder Deine Hand im Nacken spürend führst Du mich wieder in die Ecke und bedeutest mir mit der Gerte meine Hosen auszuziehen. Was ich auch langsam mache. So langsam, dass Du die Geduld verlierst und mit der Gerte an den Nippelklemmen spielst, was mich zu einem sehr hohen Tempo animiert endlich fertig zu werden. Du legst die Hosen auf den Stuhl, trittst von hinten an mich heran und läßt Deine Fingernägel über meinen Rücken kratzen. erst leicht, dann fester werdend, dann über die Arme. Ich bin furchtbar kitzlig, das kostest Du aus. Ich versuche mich zu winden, doch Du nimmst die Gerte und bedeutest mir mich breitbeinig hinzustellen. 3 leichte Schläge auf die Innenseiten der Oberschenkel lassen mich leise aufschreien, ich hatte sie ja nicht kommen sehen. „Steh still!“, zischst Du und bespielst mich mit den Fingernägeln weiter. Mal hier, mal dort und jedesmal wenn ich zu sehr zucke gibt es 3 Schläge auf dieselbe Stelle. Es brennt ganz ordentlich und ich werde eine Weile noch etwas davon haben. „Stütz Dich mit den Händen an die Wand und stelle Dich breitbeinig hin!“ Ich gehorche, taste mich an die Wand heran. Deine Hände führst Du von hinten an mich heran, ich spüre Deinen Atem auf meiner Haut. Du löst die Nippelklemmen, langsam. Ich spüre das Blut in die Nippel schießen, für mich ist es ein geiler Schmerz. Du stehst hinter mir, greifst meinen Schwanz und wichst ihn nur ein wenig, ich stöhne auf. Er steht wie eine Eins. Sofort hörst Du auf. Du gehst zum Tisch mit den verschiedenen Werkzeugen, die Du bereitgelegt hast und die ich schon sah, als ich hereingekommen bin. Es ist der schwere Flogger, den Du Dir aussuchst. Leicht fängst Du an. Erst über den Rücken streichelnd, dan zwischen den Beinen, über den Arsch, an den Beinen herunter bis zu den Waden. Dann fester werdend mit den Schlägen. Ich krümme mich, bleibe aber stehen, alles andere wäre fatal, das weiß ich wohl. Dumpf und hart kommen jetzt die Schläge, alles an mir wird spätestens jetzt gut durchblutet. Mein Arsch hat es Dir besonders angetan, ihn bearbeitest Du besonders lange. Ich konzentriere mich auf jeden Schlag, mein Schwanz zeigt aber schon nach unten. Das bemerkst Du, greifst zu und bearbeitest ihn so lange, bis er wieder steht… und ein wenig weiter. Dann läßt Du wieder ab und greifst wieder zum Flogger um mich noch ein wenig zu quälen.
„Dreh Dich langsam im Kreis!“ Ich gehorche und so kommst Du mit dem Flogger an an die Stellen,die Du bearbeiten willst.
Nach einer ganzen Weile greifst Du mir wieder ins Genick und führt mich zum Tisch und Sessel. „Knie Dich hin!“ Ich gehorche, ein wenig zittrig. Dann steckst Du eine Zigarette an und steckst sie mir in den Mund. „Oh nein, ich bin noch lange nicht fertig mit Dir. Trink was!“
Mit verbundenen Augen zu rauchen und den Aschenbecher zu treffen ist gar nicht so einfach, doch Du führst meine Hand. Zärtlich fährst Du mir durch mein Haar und wieder schauert es mich wohlig. Bis Du abrupt stoppst und fest ins Haar greifst um meinen Kopf nach hinten zu strecken. „Du bist mein!“ , flüsterst Du, nimmst mir die Zigarette weg und schubst mich mit dem Fuß langsam auf die Seite. „Leg Dich auf den Rücken und rutsche näher an mich ran!“, befiehlst Du. „Zieh mir die Schuhe aus, doch vorsichtig!“ Ich taste mich langsam zum Fuß, ertaste die Schuhform und Verschluß. Es sind flache Schuhe mit Schnürsenkel, ziemlich lose geschnürt. Ich öffne die Schleife, löse die Senkel und ziehe den ersten Schuh aus, Dann hälst Du mir den anderen Fuß hin. Du trägst Füßlinge und ich bin mir nicht sicher ob ich sie auch abstreifen soll. Ich zögere. „Worauf wartest DU? Mach weiter!“ Ich fange an. Als ich den linken Fuß entblößt habe legst Du mir diesen mit der Sohle in mein Gesicht und hälst mir den anderen schon hin. Ich bekomme schlecht Luft und so beeile ich mich ein wenig. Zack, liegt auch der zweite in meinem Gesicht und so reibst Du beide vorsichtig immer hin und her. „Gefällt Dir das?“
Ich nicke. Du streichst mit den Sohlen über den Körper, bespielst meinen Schwanz, siehst meine Geilheit. Ich genieße es, vorerst. „Küss mir die Füße und nimm sie in die Hand!“ Damit streckst Du mir einen Fuß zum Mund, den anderen läßt Du auf meine Schwanz hin und hergleiten. Ich greife an die Fessel und küsse sanft, beginnend an der Ferse, über den Spann und bewege mich zu den Zehen und zurück über den Außenriß. „Leck!“ Also dann. Ich lecke, gleite mit der Zunge über die Flächen und auch zwischen den Zehen. Es schmeckt ein wenig salzig, jedoch nicht unangenehm.

to be continued

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Kinktober Tag 21 Spanking — needies Blog

Mein absolutes Lieblingsthema. Und vielleicht wird der Beitrag zu lang. Oder chaotisch. Oder ich schreib einfach los. Kurze Erklärung, weil ich auf Twitter mit bekommen habe, das einige unter Spanking das leichte versohlen des Hintern verstehen. Da für mich Spanking einer der ersten Begriffe war, in Zusammenhang mit BDSM, bedeutet der Begriff für mich jede […]

Kinktober Tag 21 Spanking — needies Blog

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Safewort ist doch wichtig, oder?

Safewort ist doch wichtig, oder?

„Aua“, „Zugabe“ und „Mehr!“ eignen sich nur bedingt bis gar nicht als Safewort in einer BDSM-Session. Dennoch halte ich es für immens wichtig. Denn zwischen „Grenzen austesten“ und „Grenzen ohne Consensus zu überschreiten“ ist es ein gefährlicher Grad. Und das nicht nur für Anfänger auf diesem Gebiet. Schon viele BDSM-Beziehungen sind dabei kaputt gegangen und waren nicht mehr zu retten. Reden hilft. Vorher, wie nachher. Denn sind die Grenzen und Tabus erstmal hin, schwindet das Vertrauen schlagartig und kann nachhaltige Traumatas hervorrufen. OK, das kann von Beziehung zu Beziehung anders sein, im Großen und Ganzen darf man jedoch davon ausgehen. Damit meine ich nicht nur die Schmerzgrenze, welche ohnehin ein dehnbarer Begriff ist. Ich meine auch z. B. Aufgabenerfüllungen, die weit über das hinausgeht, was sich jemand unter „seinem“ BDSM vorstellen mag. Auch hier finde ich es wichtig ein Safewort anzuwenden, wenn es nun einfach über die eigene Vorstellungskraft hinausgeht. Oft lese ich bei Twitter, dass es Subs m/w, gibt, die zwar BDSM mögen, jedoch mit allen möglichen Einschränkungen aufgrund ziemlich schlechten vorhergegangenen Erfahrungen. Das hemmt natürlich einen DOM, der dann noch vorsichtiger und behutsamer vorgehen muss, als er es ohnehin tun sollte. Natürlich halte ich lange Gespräche über beiderseitige Vorlieben, Kinks und Nogo´s für sehr wichtig um überhaupt auf einen Nenner zu kommen. Phantasien nicht nur zu träumen, sondern sie auch in Worte fassen kann sehr hilfreich sein.

In einer meiner Umfragen: „Motto, ich will´s wissen und lernen!“ hatte ich gefragt wie wichtig ist Euch das Safewort. Dabei kam heraus, dass es nur ein Bruchteil war, die angaben es überhaupt nicht zu brauchen. OK, auch das ist möglich, dann müssen die Voraussetzungen dazu nahezu perfekt sein. Die meisten gaben an, es unbedingt im Kopf zu haben und es bei Bedarf eben auch auszusprechen. Und das finde ich nicht nur mutig, sondern äußerst sinnvoll und bemerkenswert.

Auch ich habe ein Safewort. Dieses wende ich übrigens auch als DOM an, wenn mir der plötzliche Wunsch eines/r Sub doch zu weit geht. Dann muss vorher darüber gesprochen werden, nach einen Abbruch einer Session sowieso.
Meine kleine Gedanken hierzu….

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Masochistisch und devot?

Masochistisch und devot?

Ich kann von mir behaupten, dass ich im normalen Alltagsleben nicht devot sein kann und es eigentlich auch nicht bin. Besonders im Beruf sollte ich eine devote Art vermeiden, da ich in einer Position arbeite, in welcher Devotheit völlig fehl am Platze wäre. Ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht und habe mich auch mit jemanden darüber unterhalten. Hier ein herzliches Dankeschön an @CarinA_Autorin (Twitter),die mir hierzu eigene Gedanken mitgeteilt hat – auch meine Person betreffend. Tja, ich bin nicht devot, ich bin lediglich ein Masochist, der Devotsein benutzt um das zu bekommen, was ich mir wünsche. Doch wie steht es damit etwas genauer? Nun, ich kann mir nicht vorstellen 24/7/365 devot zu sein, es würde mich unsägliche Anstrengung kosten, etwas vorzugeben was ich nicht bin. In einer BDSM Session, in der es nicht unbedingt nur darum geht mir Lustschmerzen zu verpassen, ist es tatsächlich vonnöten eine gewisse Devotheit zu haben. Ein Top, der vielleicht eine sadistische Ader hat, hat nicht nur diese. Er/Sie hat genauso Wünsche, Vorstellungen und Kinks, die er/sie erfüllt haben möchte und zwar vom Sub. Ich habe eine devote Ader, wenngleich nicht sehr ausgeprägt. Und diese kann ich zeitlich begrenzt auch ausleben. Um beide Seiten zu befriedigen. In welcher Art auch immer. Ein Sub, der Dom die Füße küssen oder lecken soll, weil Dom das gerne hätte, sollte schon eine gehörige Portion Devotheit mitbringen. Mal abgesehen von mir, da ich Fußfetischist bin. (Siehe Beitrag dort).
Also devot sein ja, bei mir jedoch zeitlich begrenzt.

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